Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
- Zweck: Ein maßgeschneiderter, ganzheitlicher Plan für die energetische Sanierung eines konkreten Gebäudes.
- Inhalte:
- Gebäudebasis: Baujahr, Bauweise, Dämmstandard, Fenster, Heizungsanlage, Warmwasserversorgung, Lüftung.
- energetische Analyse: Gebäudestandard heute, gewünschter Zielstandard (z. B. minimalere Wärmeverluste, höhere Effizienz), voraussichtliche Einsparungen.
- Maßnahmenkatalog: Welche Schritte sinnvoll sind (z. B. Außenwärmedämmung, Dachdämmung, neue Heizung, Solarthermie/Photovoltaik, luftdichte Maßnahmen, Fenstererneuerung, hydraulischer Abgleich), inklusive Priorisierung und Abfolge.
- Reihenfolge und Umsetzungsszenarien: Welche Maßnahmen sinnvoll aufeinander aufbauen, welche zuerst, um Förderquoten zu optimieren und Sanierungsdauer zu verkürzen.
- Wirtschaftliche Einschätzung: Investitionskosten, Fördermittel, Tilgungs- und Amortisationsrechnungen, Betriebskostenentwicklung, Einsparpotenziale.
- Förder- und Rechtsrahmen: Welche Programme (z. B. Zuschüsse, Förderdarlehen) in Frage kommen, notwendige Nachweise, Antragsfristen, Fördervoraussetzungen.
- Planungshilfen: Zeitplan, grobe Budgetierung, Verantwortlichkeiten, Meilensteine.
- Nutzen:
- Transparente Roadmap für Eigentümer.
- Orientierung für Handwerkerwahl und Förderanträge.
- Höhere Wahrscheinlichkeit, Energieeinsparungen zu realisieren und Fördermittel zu erhalten.
- Zielzustand: Ein klar definierter, realisierbarer Fahrplan, der wirtschaftlich sinnvoll ist und die Gebäudeenergieeffizienz schrittweise erhöht.
Umsetzungshilfe
- Zweck: Unterstützung bei der konkreten Umsetzung der im iSFP empfohlenen Maßnahmen.
- Inhalte:
- Projektmanagement-Unterstützung: Erstellung eines detaillierten Bauablaufs, Meilensteine, Terminplanung, Budgetkontrolle.
- Handwerkersuche und Ausschreibung: Hilfe bei der Formulierung von Ausschreibungstexten, Auswahlkriterien, Vergabeverfahren, Prüfung von Angeboten.
- Fördermittelmanagement: Prüfung von Fördermöglichkeiten, Zusammenstellung notwendiger Unterlagen, Anträge, Nachweise, Fristenverwaltung.
- Technische Begleitung: Abstimmung der technischen Details mit den Fachbetrieben (z. B. Dimensionierung von Heizungsanlagen, Baumaterialien, Dämmstärken, Lüftungskonzepte).
- Qualitätssicherung: Bauüberwachung, Abnahmeprüfungen, Mängelmanagement, ggf. Blower-Door-Tests oder Funktionsprüfungen.
- Kosten- und Zeitkontrolle: Tracking von tatsächlichen Kosten vs. Plan, Nachkalkulation, Anpassungen des Ablaufplans bei Änderungen.
- Nutzen:
- Entlastung des Eigentümers bei komplexen Prozessen.
- Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, dass die Maßnahmen fachgerecht umgesetzt werden.
- Optimierte Fördermittelabwicklung und weniger bürokratischer Aufwand.
Typische Module: Vor-Ort-Besichtigung, Erstellung des iSFP (falls noch nicht vorhanden), Ausschreibungshilfe, Begleitung der Umsetzung, Abnahme und Dokumentation, Fördermittel-Report.
